"Zwischen Gut und Böse": Ein Kommentar zur Krim-Krise

Der Westen bangt mit in der Krim-Krise, Europa und die USA erhöhen den Druck auf Kremlchef Wladimir Putin. Das einzig Sinnvolle in dieser Situation ist Diplomatie, meint Tibor Pézsa - ein Kommentar:

Macht und Ansehen des heutigen Russlands basieren auf seinen Waffen und seinen Rohstoffen. Das ist erstaunlich wenig für ein Land dieser Größe und dieses Potenzials. Was von Russland übrig geblieben ist, reicht allemal, um die Welt in Schrecken zu versetzen.

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Auch noch ein Vierteljahrhundert nach seinem offiziellen Ende zerfällt das sowjetische Riesenreich wie in Zeitlupe, rächen sich jahrzehntelange Misswirtschaft, Gewaltherrschaft und Imperialismus. Nun also die Ukraine, in ihrer Zerrissenheit selbst ein sowjetisches Zwangsprodukt. Was den ukrainischen Nationalismus vom Kiewer Maidan-Platz umso fragwürdiger macht.

Wir sollten nicht vergessen, dass der de-facto-Einmarsch in der Ukraine aus russischer Sicht kein Akt der Aggression ist, sondern einer der Verteidigung. Und zwar von Landsleuten. Was zumindest auch stimmt, auch wenn das russische Vorgehen sonst fatal an Ostberlin 1953, Budapest 1956 und Prag 1968 erinnert.

Wann und wo wird dies enden? Außenminister Frank-Walter Steinmeier empfiehlt das einzig Sinnvolle: Diplomatie. Ihr Wesen besteht vor allem darin, beide Seiten zu verstehen. So wie es aussieht, haben wir in Moskau wie in Kiew einigen Anlass, genauer hinzuschauen. tpa@hna.de

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