Kommentar zum Umgang mit Antibiotika: "Oft fahrlässig"

Barbara Will über Antibiotika

Antibiotika können in vielen Fällen helfen, doch der Umgang mit ihnen ist manchmal auch verantwortungslos. Ein Kommentar von HNA-Nachrichtenredakteurin Barbara Will.

Antibiotika können Infektionen heilen, die früher tödlich endeten. Sie sind ein Geschenk der Medizin - mit dem fahrlässig umgegangen wird. Da fordern Patienten das hochwirksame Medikament, weil die Erkältung nervt, da zücken Ärzte den Rezeptblock, weil der Patient drängt. Private Termine stehen an, ein Ausfall im Job ist gerade schlecht möglich, und das Kind muss endlich aufhören zu husten, damit es wieder in die Kinderkrippe gehen kann.

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Der Umgang mit dem vermeintlichen Wundermittel ist von doppelter Verantwortungslosigkeit geprägt. Zum Fehlverhalten von Ärzten und Patienten gesellen sich die gefährlichen Antibiotika-Gaben in der Tiermast, die über den Fleischkonsum im menschlichen Organismus landen.

Die Entdeckung der Antibiotika war ein Geniestreich der Wissenschaft, ihr Missbrauch ist ein Irrsinn, der tödliche Keime züchtet. Die Entwicklung neuer Präparate ist teuer und dauert Jahre. Nicht viele Unternehmen wagen sich daran. Der Kampf mit neuen Medikamenten gegen neue Keime gemahnt an die Fabel vom Rennen zwischen Hase und Igel. Doch es droht die Gefahr, dass es keine Sieger gibt, sondern nur Tote.

Kontakt zur Autorin: wll@hna.de

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