Kommentar zum Umstieg auf günstige Kredite: "Vermintes Gelände"

Kassel. Immobiliendarlehen werden immer billiger. Viele Bauherren mit alten teuren Krediten würden gern umschulden. Fehler in der Widerufsbelehrung ihrer Kreditverträge können das günstig möglich machen. Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteur Wolfgang Riek:

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Raus aus teuren Baukrediten

Wenn Verbraucherschützer gut 1800 Darlehensverträge prüfen und ihre Juristen acht von zehn Widerrufsbelehrungen fehlerhaft finden, heißt das natürlich nicht, dass 80 Prozent aller Verträge schlampig zusammengeschustert sind. Beim Verbraucherschutz landet ja vor allem das, was Kunden schon als Laien seltsam vorkommt. Dennoch ist die Quote schlecht.

Je weiter Bauzinsen nach unten sacken, desto größer wird zudem der Druck, alte und teure Darlehen abzulösen. Weil das eine Menge Geld sparen hilft oder weil sich der Hausverkauf etwa nach einer Trennung oder nach einem Todesfall gar nicht umgehen lässt. Widerruf kann teuer werden, warnt der Sparkassen-Spitzenverband DSGV. Widerruf kann richtig viel Geld bringen, sagen hingegen Verbraucher-Juristen.

Nur scheinbar passt beides nicht zusammen. Tatsächlich sind dies Signale dafür, dass beide Seiten weiter auf geräuschlose außergerichtliche Einigungen setzen. Geldhäuser ersparen sich damit unliebsame Schagzeilen, ihre Kunden das Risiko eines Prozesses. Das ist ein vernünftiger Weg. Allerdings bleibt das Gelände von Paragrafen vermint. Laien sollten sich nicht ohne Hilfe von Juristen dort hineinwagen. Banken tun das auch nie. wrk@hna.de

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