Kommentar zu Unterschieden beim Lohn: Der Markt bestimmt

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Es gibt viele Gründe, warum über Löhne gestritten wird. Denn letztlich bestimmen sie die gesellschaftliche Stellung eines Einzelnen.  Dazu ein Kommentar von HNA-Redakteurin Martina Hummel.

Es gibt mindestens so viele Gründe, die nichts mit Neid zu tun haben, warum Löhne als ungerecht empfunden werden: die Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen, der Abstand von Chef zu Arbeiter oder der Unterschied zwischen Industrie und kommunalen Unternehmen. Ganz zu schweigen von Mindestlohn, Leiharbeit und Werkvertrag.

Einen gerechten Lohn gibt es nicht, weil jede Arbeit mit einem Wert verknüpft ist - an ein Produkt, das jemand kauft, an eine Dienstleistung, die jemand braucht. Dahinter steht immer ein Markt, der das bezahlt. Das sind letztlich wir alle. Das gilt aber im besonderen Maße für alle Berufe am Menschen: vom Erzieher bis zum Altenpfleger.

Bei der Lohnfindung sollte es aber um Anforderungen, Belastungen, Qualifikationen und um den Leistungseinsatz gehen. Dazu zählt auch das Bemühen. Keiner von uns arbeitet allein, jeder ist von Vorleistungen und Kooperationen anderer abhängig - und jeder arbeitet zugleich in Konkurrenz zu anderen.

Dies alles in ein Lohngefüge zu pressen, das den Anspruch hat, fair zu sein, ist fast unlösbar. Letztlich geht es doch um das rechte Maß und darum, Extreme zu vermeiden. Denn dieser gemeinsame kleine Nenner ist am Ende die Basis für eine etwas menschlichere Marktwirtschaft.

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