Täter lassen sich nicht abschrecken

Kommentar zur US-Todesstrafe: "Perverse Vergeltungspraxis aus dem Mittelalter"

Daniel Göbel

Die USA hat die Hinrichtung des Mörders Russell Bucklew wegen gesundheitlicher Probleme  gestoppt. Kürzlich musste der zum Tode verurteilte Mörder Clayton Locket nach einer Giftspritze 43 Minuten lang mit dem Tod ringen – in den USA ist erneut eine Debatte um die Todesstrafe ausgebrochen. Ein Kommentar von HNA-Redakteur Daniel Göbel.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass durch Ermittlungsfehler oder falsche gerichtliche Entscheidungen immer wieder Menschen zum Tode verurteilt werden, die sich nichts zu Schulden haben kommen lassen. Genau darin liegt das größte Problem an der Todesstrafe – sie ist unumkehrbar, die Gefahr, dass ein Unschuldiger von Staats wegen getötet wird, kann niemals ausgeschlossen werden.

Und das lange Leiden des Mörders Locket zeigt auch, was die Todesstrafe immer ist: eine unmenschliche, perverse Vergeltungspraxis aus dem Mittelalter, die keinen vernünftigen Zweck erfüllt. Denn weder lassen sich Mörder - wie Statistiken eindeutig belegen - von einer geplanten Tat aus Angst vor der Todesstrafe abschrecken, noch macht es ihre Opfer wieder lebendig.

Kontakt zum Autor: dag@hna.de

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