Kommentar zu den US-Vorwahlen: "Auf eigenen Wegen"

Stellen Sie sich vor: Die USA gehen in die Vorauswahl, wer Präsident werden soll, und kaum einer aus Old Europe schaut hin. Wie kann das sein? Ein Kommentar zu den am Montag beginnenden US-Vorwahlen von HNA-Redakteur Ullrich Riedler.

Das noch immer mächtigste Land der Welt ermittelt in einem spannenden Ritt durch die Bundesstaaten jene, die sich im Duell ums Weiße Haus gegenüberstehen werden. Drama pur. Nur nicht mehr für uns.

Das liegt natürlich zunächst am Personal. Die strahlkräftigen Zeiten der Kennedys sind ebenso vorbei wie der Ost-West-Konflikt. Nun zieht die beinharte Hillary Clinton ihr Ding durch, die sich allerdings noch gegen einen Altlinken behaupten muss und hausgemachte Skandälchen am Hacken hat. Das Gruselkabinett der Republikaner, angeführt vom peinlichen Donald Trump, sucht jedoch seinesgleichen. Zumal sich dessen Partei durch notorisch verweigerte Zusammenarbeit mit dem Präsidenten auch als ernsthafte politische Klasse diskreditiert hat.

Ohnehin erleben wir gewandelte Zeiten, die globalen Verhältnisse sind komplexer denn je. Wirtschaftlich orientieren sich die Amerikaner in den pazifischen Raum, politisch ziehen sie sich aus geostrategischen Brennpunkten zurück. Europa, das gerade seine schwierigste Bewährung zu meistern hat, muss seinerseits mehr Verantwortung übernehmen. Insofern bleibt der 45. US-Präsident zwar eine wichtige Adresse. Aber die Fixierung auf den großen Bruder gehört der Vergangenheit an.

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