Kommentar zum Varoufakis-Rücktritt: Schritt zum Besseren

Die Ereignisse in Athen überschlagen sich, überraschend trat Finanzminister Gianis Varoufakis zurück. Ein Kommentar von HNA-Nachrichtenredakteur Peter Klebe

Der Morgen in Athen begann mit einem Paukenschlag. Obwohl die Mehrheit der Griechen mit ihrem Votum gegen die Sparauflagen der Gläubiger in seinem Sinne gehandelt hatte, trat Finanzminister Gianis Varoufakis zurück. Einen Amtszicht hatte er nur bei einer Zustimmung der Griechen angekündigt.

Der Rückzug des umstrittenen Ministers macht vieles leichter. Zu unberechenbar, zu überheblich, zu polternd war sein Auftreten, zu unverschämt seine Wortwahl. Die EU-Regierungschefs und Finanzminister werden ohne Varoufakis besser und effektiver verhandeln können. Es spricht Bände, dass selbst sein Weggefährte, der griechische Premier Alexis Tsipras, den Abschied „potenziell hilfreich“ nannte.

Keine Frage, Griechenland steht vor einer ungewissen Zukunft. Varoufakis’ Rücktritt allein wird es nicht retten. Aber ein erster Schritt hin zum Besseren ist er allemal.

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