Kommentar zum Verkauf der Kaufhof-Kette: Zukunftsfrage Kaufhaus

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Metro verkauft Kaufhof nach Kanada, Karstadt-Eigentümer Rene Benko geht leer aus. Ein Kommentar von Nachrichtenredakteurin Martina Hummel.

Müßig darüber nachzudenken, ob Kaufhof mit Karstadt-Eigentümer Rene Benko besser gefahren wäre, als mit der kanadischen Handelskette Hudson´s Bay. Die Kanadier müssen nun beweisen, dass sie die richtigen Eigentümer sind.

Der deutsche Markt gilt nicht gerade als einfach: Günstig sollen die Waren sein, die Qualität muss stimmen, und der Konkurrenzkampf ist hart. Konzepte, die auf dem amerikanischen Kontinent funktionierten, kamen beim deutschen Konsumenten nicht an. Beispiel Walmart: Dem umsatzstärksten Unternehmen der Welt gelang es nicht, sich auf den deutschen Markt einzustellen. 2006 wurden die deutschen Häuser an die Metro AG und die Supermarktkette Real verkauft.

Grundsätzlich stellt sich die Frage, welche Zukunft das Warenhaus mit seinem Alles-unter-einem-Dach-Konzept überhaupt hat. Der Internethandel wächst. Zieht es Kunden in die Warenhäuser, geht es oft auch um ein Einkaufserlebnis oder um Beratung. Wenn Warenhäuser bestehen wollen, müssen sie ihre Strategie dahingehend ändern und investieren. Das dürfte die erste Herausforderung für die Kanadier sein.

Das eigentliche Geschäft dürften sie bereits mit der Unterzeichnung des Kaufvertrages gemacht haben. Knapp die Hälfte der Kaufhof-Immobilien wird mitverkauft - und die liegen fast immer in bester Innenstadtlage.

Lesen Sie dazu auch:

- Metro verkauft Kaufhof für 2,8 Milliarden Euro

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