Kommentar zur Versorgung von Schmerzpatienten: Wichtiges Signal

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Die schmerzmedizinische Unterversorgung in Deutschland ist erschreckend. Das findet HNA-Volontärin Nicole Schippers.

Dabei sind chronische Schmerzen kein marginales Problem Einzelner, sondern – das belegen die Daten des Bundesversicherungsamtes – längst eine Volkskrankheit. 2,8 Millionen Bundesbürger leben mit dauerhaften schwersten Schmerzen. Monatelange Kopf- oder Rückenschmerzen lassen viele Patienten verzweifeln und bestimmen ihr Leben – sowohl beruflich als auch privat.

Unser Gesundheitssystem wird dem Leiden der Betroffenen nicht gerecht. Gerade einmal 1100 Schmerzmediziner stehen dem Heer der Patienten gegenüber – Tendenz abnehmend, denn es mangelt an Nachwuchs. Wie so häufig ist das eine Frage des Geldes: Schmerzmediziner werden pro Patient bezahlt. Das Honorar ist gering und die Menge der Patienten, die sie behandeln dürfen, begrenzt. Niemand möchte die umfangreiche Ausbildung machen, wenn man davon später nicht leben kann.

Eine bessere Vergütung sowie die verpflichtende Ausbildung von Ärzten im Umgang mit Schmerzpatienten könnten die Situation verbessern. Und sie wären ein wichtiges Signal an alle Betroffenen, nicht aufs Abstellgleis geschoben zu werden.

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- Wenn der Schmerz chronisch wird: "Hauptauslöser sind Depressionen"

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