Kommentar zu Volkswagens Konzernstruktur: Überfälliger Schritt

Den Machtkampf mit Ferdinand Piëch hat VW-Chef Martin Winterkorn für sich entschieden, zur Ruhe darf der Konzern trotzdem nicht kommen. Das meint unsere Kommentatorin Barbara Will über die Pläne zur neuen Konzernstruktur für VW.

Denn der einstige Übervater hinterlässt ein Erbe, dessen Struktur nicht mehr in die Zeit passt. Ein weltweit tätiger Konzern mit zwölf Marken vom Sportwagen bis zum Lkw lässt sich kaum mit einer zentralen Führung lenken, und dass weder Winterkorn noch Piëch Nachfolger aufgebaut haben, die in ihre Fußstapfen treten können, macht den Strategiewechsel überfällig.

Volkswagen droht, trotz Milliardenausgaben für Forschung und Entwicklung im Rennen um innovative Ideen abgehängt zu werden. Winterkorn, dem anhängt, ein exzellenter Ingenieur ohne Visionen zu sein, muss den Wandel gestalten, damit er ihm nicht zum Opfer fällt. Seine Aufgabe ist schwer – Regionen und Sparten so viel Freiheit wie nötig zu geben, ohne sie von der Leine zu lassen. Denn das Zentralprinzip steht auch für gemeinsamen Einkauf, für gleiche Teile, die in verschiedenen Modellen stecken, für Kostensenkung. Winterkorns neue Konzernstruktur wird ein fragiles Gebilde.

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