Kommentar zum VW-Skandal: Noch kein Konzept?

Beinahe jeden Tag ein neues Informationshäppchen zum VW-Skandal. Die Beschäftigten sind stark beunruhigt. Ein Kommentar von Martina Hummel.

Seit Beginn des Skandals geht es bei Volkswagen um viel - um sehr viel. Manchmal kommt einem der Gedanke, dass die neuen Verantwortlichen dies noch nicht so recht wahrhaben wollen.

Das Personalkarussell dreht sich stets aufs Neue. Das Führungsteam eilt den selbst geschaffenen Fakten hinterher, anstatt sie auf den Tisch zu legen. Jüngstes Beispiel: Erst ist von unerklärlichen CO2-Werten die Rede, dann von Manipulation. Schuldig bleibt der Vorstand aber die Antwort auf die Frage: Wer war es? Ist dies wirklich so schwer aus den Unterlagen zu erkennen? Alles schwer verdauliche Häppchen.

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Dann wäre da noch die Sache mit dem Schaden - sicherlich werden Jahre ins Land gehen, bis auch die letzte Anwaltsrechnung auf dem Tisch liegt, aber ein paar mehr Informationen müssten doch möglich sein. Das lässt den Schluss zu, dass es bislang kein schlüssiges Konzept zur Bewältigung der Affäre gibt.

Oder wird man den Schaden künftig an der Zahl der Beschäftigten ablesen? An der Zahl jener VW-Mitarbeiter, die keinen Anteil am Betrug hatten und haben. Mit jeder neuen Kehrtwende, mit jedem neuen großen oder kleinen Skandal wird diese Frage lauter. Sollten sie infolge dieses Skandals ihre Arbeit verlieren, wären sie die wahren Opfer des Betrugs.

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