Kommentar zum VW-Skandal: Zwischen Gut und Böse

VW hat mit ersten Eckpunkten zu einer Einigung in den USA einen wichtigen Schritt bei der Bewältigung des Abgas-Skandals gemacht. Kurz vor dem Ablauf eines Ultimatums reichte der Konzern entsprechende Vorschläge beim zuständigen US-Richter Charles Breyer ein. Ein Kommentar  von Martina Hummel.

Volkswagen und die US-Behörden haben kurz vor dem Ablauf eines Ultimatums einen Kompromiss zur Lösung der Abgas-Krise in den Vereinigten Staaten ausgehandelt. Für den Autokonzern ist diese erste Einigung ein wichtiger Schritt bei der Bewältigung der Dieselaffäre. Nun wird ein bisschen klarer, wie viel Geld die Wolfsburger für den Skandal insgesamt zur Seite legen müssen. Dass die einst veranschlagten 6,7 Milliarden Euro nicht reichen werden, war schon im Herbst klar.

Die Milliarden, die Volkswagen nun hinblättern muss, werden dem Konzern weh tun – ohne Frage. Aber sie werden ihn nicht in den Abgrund stürzen. Da der Schaden bislang einzig der Kernmarke VW angelastet wird, wird die Bilanz sogar noch kleinste Glanzlichter mit den Ergebnissen von Porsche und Audi aufweisen. Damit wahrt der Konzern einen gewissen Schein, teilt die Automarken in Gut und Böse.

Umso wichtiger wird der angedache Zukunftspakt. Denn wenn die Kernmarke VW aufgrund der Schadenssumme derart gerupft wird, stellen sich viele Fragen: Wo wird künftig gespart? Was wird weiterhin selbst gemacht? Was entfällt komplett? Ein weiter wie bisher wird es mit dieser Schadenssumme im Rücken nicht geben können.

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