CDU-Landesparteitag

Kommentar zur Wahl von Volker Bouffier: "Ein Mann-Schau"

Rotenburg. Das Wahleregebnis für Volker Bouffier beim CDU-Landesparteitag in Rotenburg war fulminant. Dem Ministerpräsidenten kann derzeit keiner was anhaben. Das wissen auch potenzielle Nachfolge-Kandidaten. Ein Kommentar unserer Korrespondentin Petra Wettlaufer-Pohl:

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Erfolg für CDU-Chef Bouffier: 98,4 Prozent bei Landesparteitag

Volker Bouffier ist auf dem Höhepunkt seiner Macht: In Berlin verschafft er sich als Vize von Angela Merkel zunehmend Gehör, ab Oktober auch als Bundesratspräsident. In Hessen ist er mit dem Erzfeind von gestern ein bislang in einem Flächenland einmaliges Bündnis eingegangen. Die Koalition mit den Grünen funktioniert offensichtlich geräuschlos. Schneller als viele erwartet haben, hat die CDU ihren früheren Koalitionspartner, die FDP, vergessen. In der eigenen Partei findet der CDU-Chef für jeden den richtigen Ton, für diejenigen, die den konservativen Markenkern bedroht sehen wie jene, die auf Modernisierung drängen.

Der Lohn dafür waren die 98,4 Prozent, ein Ergebnis, das nicht zu toppen und wahrscheinlich auch nicht zu wiederholen ist. Umso mehr stellt sich die Frage, wer den heute 62-Jährigen einmal beerben soll. Nicht in zwei Jahren bei der nächsten Vorstandswahl der CDU, da wird er es selbst noch einmal wissen wollen. Aber in viereinhalb Jahren, wenn in Hessen wieder gewählt wird. In der Ein-Mann-Schau, die die Hessen-Union am Samstag in Rotenburg aufführte, blieben potenzielle Kandidaten wie Finanzminister Thomas Schäfer und Fraktionschef Michael Boddenberg zwangsläufig hinter den Kulissen.

Einen wie Bouffier werden sie so schnell nicht finden in der Hessen-Union. Allerdings zeigt gerade dessen Geschichte, dass jeder seinen eigenen Stil finden muss. Gerade weil er ganz anders ist als sein Vorgänger Roland Koch, ist er jetzt so erfolgreich.

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