Kommentar zu Wasserstoffbombe in Nordkorea: Signale erloschen

Der mutmaßliche Test einer Wasserstoffbombe in Nordkorea lässt Hoffnungen auf ein Ende der Isolation des geschundenen Volkes schwinden, meint HNA-Redakteurin Petra Wettlaufer-Pohl.

Die ganze Welt scheint auf einem Pulverfass zu sitzen. Die Ukraine-Krise, die Gewalt im Nahen Osten und in vielen afrikanischen Staaten, die Flüchtlingskrise in Europa - und nun auch noch mutmaßlich ein Kernwaffentest im bitterarmen Nordkorea.

Alle Signale dafür, dass es, wenn auch langsam, zu Gesprächen zwischen den beiden koreanischen Staaten kommen könnte, die das Leid der von einem totalitären wie unberechenbaren Regime beherrschten Menschen lindern könnten, sind damit wieder einmal erloschen.

Lesen Sie auch:

Nordkorea zündet Wasserstoffbombe

Kim Jong Un setzt seine Politik des Wechselspiels aus erbarmungsloser Härte und scheinbarem Entgegenkommen gnadenlos fort. Das muss aber kein Zeichen von Stärke sein, offensichtlich braucht der Enkel des Staatsgründers immer wieder die internationale Gemeinschaft abschreckende Taten, um seine innenpolitische Macht zu sichern.

Wie die Weltgemeinschaft unter diesen Voraussetzungen die Isolation Nordkoreas beenden soll, bleibt ein Rätsel. Verhandlungen mit einem totalitären Führer, dem ein geradezu irrer Personenkult über alles geht, können niemals auf Augenhöhe stattfinden. Sanktionen indes treffen in solchen Fällen stets vor allem die, denen man helfen will. Einem Volk, das zu großen Teilen hungert, das bei Widerstand gefoltert oder als Arbeitssklaven in Straflagern missbraucht wird.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.