Kommentar zum Gang von Elisabeth Apel zur AfD: Wechsel mit Hintergrund

Die frühere nordhessische CDU-Landtagsabgeordnete Elisabeth Apel ist zur AfD gegangen. Dazu ein Kommentar von Max Holscher.

Rechts der CSU darf es keine demokratisch legitimierte Partei geben, hat der CSU-Vorsitzende Franz-Josef Strauß einmal gesagt. Die CDU muss sich heute noch von der CSU anhören, sie sei nicht konservativ genug. Eine Folge: Die AfD jagt der CDU Wähler ab. Jetzt ging der Union in Hessen auch die erste bekannte Politikerin von der Fahne.

Der Schritt von Elisabeth Apel zur umstrittenen AfD ist mutig. Nicht nur politisch. Neben der Kritik ihrer Unionskollegen werden auch viele Freunde die „Wie kannst du nur“-Frage stellen. Rückkehr zur D-Mark, Auflösung der Eurozone, es gibt viele Schlagzeilen, die mit der AfD verbunden sind. Apels Schritt zeigt deshalb umso mehr: Sie ist überzeugt von dem, was sie tut. Sie nimmt Kritik in Kauf, um an Inhalten festzuhalten. Gleichzeitig lehnt sie damit auch den Weg ab, den ihre Partei geht - ab in die Mitte.

Denn wo sich viele tummeln, ist außenrum viel Platz. Die CDU läuft Gefahr, ähnlich wie die SPD mit der Linken, Wähler zu verlieren. Dass eine langjährige Politikerin zur AfD wechselt, ist ein weiteres Indiz dafür.

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