Kommentar zum Wechsel bei der Deutschen Bank: Längst überfällig 

Ein Wechsel beim  Vorstand der Deutschen Bank war längt überfällig. Das meint HNA-Redakteur Wolfgang Blieffert.

Angesichts dieser miesen Leistungsbilanz wären die meisten Bundesligatrainer bereits gefeuert worden, angesichts solch magerer Vertrauensvoten wie bei der letzten Aktionärsversammlung hätte jeder Parteichef das Amt nicht angetreten: Der Abgang von Jürgen Fitschen und Anshu Jain war also längst überfällig.

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Dass er so spät kommt, wirft ein erbärmliches Licht auf die handelnden Personen und den Zustand des einstigen Flaggschiffs unter den deutschen Banken. Heute gehen dort Staatsanwälte und Steuerfahnder ein und aus, die Chefs sind Dauergäste in milliardenschweren Gerichtsverhandlungen, der Aktienkurs bleibt mäßig, das Ansehen schlecht.

Beim Start von Fitschen und Jain war großspurig ein Kulturwandel versprochen worden, bei ihrem trostlosen Ende scheint er nötiger denn je. Denn trotz mäßiger Leistungen und Erfolge gab es bis zuletzt exorbitant hohe Festgehälter und stets noch fette Boni hinzu, warum auch immer. Die beiden haben ausgesorgt, die Sorgen der Bank bleiben.

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