Blockaden zwischen Wiesbaden und Hannover

Kommentar zur Werraversalzung: Warnsignal nach Norden

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Wolfgang Riek über die Werrarversalzung.

Rot-Grün in Niedersachsen und Schwarz-Grün in Hessen führen ihren Kampf gegen die fortdauernde Versalzung von Werra und Weser noch weit auseinander. Seit Abschluss des Koalitionsvertrages von CDU und Grünen in Wiesbaden sogar weiter auseinander als zuvor. Ein Kommentar von HNA-Redakteur Wolfgang Riek.

Ein Abwasserrohr, das Kalifluten aus dem Werrarevier direkt zur Oberweser schafft, als umweltgerechte Entsorgung? Ein Fortschritt wäre das allein für die Werra, und nur, wenn jede Salzwasserversenkung in tiefes Gestein ebenfalls vorbei wäre. Die Weser bliebe salzig. Umweltprobleme enden nicht an Ländergrenzen, politische Zuständigkeiten schon: Man kann den Hessen-Grünen und der CDU abnehmen, dass sie weiter die Nordsee-Pipeline wollen und das kurze Rohr zur Oberweser gerade deshalb erwähnen. Allen Protesten am Fluss zum Trotz, als Warnsignal Richtung Hannover, wohl wissend, dass Rot-Grün in Niedersachsen diese Variante strikt ablehnt.

Ein Warnsignal vor allem an die Nord-SPD, ohne deren Einlenken das Rohr zur Küste nicht kommt. Eine Mahnung auch, weil die EU-Kommission seit 2012 auf eindeutige Anworten wartet, wann und wie genau Werra und Weser in einen guten ökologischen Zustand zurückkehren können. Ohne Niedersachsen bliebe Hessen nur das Oberweser-Rohr in eigenen Ländergrenzen. Es wäre ein Notnagel, eine Blamage für die Umweltpolitik und für den runden Tisch. wrk@hna.de

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