Nach tödlichem Wildunfall: "Horror nicht zu Ende" - ein Kommentar

Tibor Pézsa, Leiter der HNA-Politikredaktion, über die Anzeige gegen Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und Wildschutzzäune: "Gerhard Keil ist nicht der Typ, der sich heute eine Sache vornimmt und sie morgen liegen lässt.

So hat der 66-Jährige nach seiner Strafanzeige gegen Bundesminister Ramsauer für Freitagvormittag eine Ortsbegehung mit Presse und Behördenvertretern an der Unfallstelle auf der A5 organisiert.

Und siehe da: Die Wildschutzzäune, die dort jahrelang herumlagen, erstehen in Windeseile neu. Möglich, dass dort schon ab heute kein größeres Tier mehr auf die Autobahn kommt. Gut so.

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Die Geschichte dürfte damit aber noch lange nicht beendet sein. Das bedeutet zwar nicht, dass es einen ursächlichen Zusammenhang zwischen dem tödlichen Unfall vom 30. Oktober und dem Fehlen der Schutzzäune gibt. Was wahrscheinlich ist, ist noch lange keine Tatsache.

Dennoch bleibt Keils Vorwurf an die Behörden zu klären, warum sie trotz seiner Warnungen vor einem schweren Wildunfall an dieser Stelle untätig blieben. Für die Angehörigen und Freunde der Opfer vom 30. Oktober ist der Horror nicht zu Ende. Sie haben das Recht auf eine Klärung der Vorwürfe, auch wenn das Problem der Wildunfälle nicht grundsätzlich zu lösen ist."

Ein Kommentar von Tibor Pézsa (Leiter der HNA-Politikredaktion)

Rubriklistenbild: © dpa

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