Kommentar zur Wintershall-Bilanz: Sparen mit Augenmaß

Der Kasseler Erdöl- und Gasförderer Wintershall hält sein Geld zusammen: ein Kommentar von Barbara Will.

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Der Öl- und Gasförderer Wintershall hat schon bessere Zahlen abgeliefert - das gilt aber für seine Branchenkollegen ebenso, wenn nicht noch mehr. Bei Konkurrenten wie Shell, BP und Exxon Mobil sacken die Gewinne ab, werden Stellen gestrichen. Wintershall steht vergleichsweise gut da. Die Kasseler schafften im fünften Jahr in Folge einen Milliardengewinn, Entlassungen sind kein Thema.

Diese Robustheit ist zum großen Teil Vorkommen zu verdanken, deren Förderung sich trotz des Preisverfalls noch lohnt. In Russland und in Argentinien werden Öl und Gas vergleichsweise günstig aus dem Boden geholt. Wintershall produziert billiger als viele Konkurrenten. Hinzu kommen eine ausgefuchste Fördertechnik, die die Kasseler zum begehrten Bohrpartner macht.

Noch ist zuviel Öl und Gas auf dem Markt. Viele Energiekonzerne haben als Reaktion auf den Preisverfall ihre Investitionen eingedampft. Zieht die Nachfrage wieder an, werden deshalb Förderkapazitäten fehlen. Wintershall kann in dieser Situation gewinnen, sofern das Unternehmen mit Augenmaß spart und an strategisch wichtigen Vorhaben festhält. Eine Vollbremsung bei Investitionen heute wäre der Fehlstart von morgen.

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