Kommentar zu Wintershall und Statoil: "Gelegenheit genutzt"

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Barbara Will über Wintershall und Statoil

Europa verfügt über Gasreserven für mehr als 200 Jahre. Die Konzerne Wintershall und Statoil könnten in die russische Lücke stoßen. Dazu ein Kommentar unserer Nachrichtenredakteurin Barbara Will.

In Berlin und Brüssel ist das Gezerre um die Ökostrom-Reform in vollem Gange, und der Gasstreit zwischen Moskau und Kiew wirft Fragen nach der Versorgungssicherheit Westeuropas auf.

Der deutsche Öl- und Gasproduzent Wintershall und sein norwegischer Geschäftspartner Statoil nutzen die Gelegenheit für eine Lobbyarbeit, der bisher nicht viel Erfolg beschieden war. Erdgas, so lautet ihre Botschaft, kann einen Beitrag zur Energiewende liefern und verursacht weniger dicke Luft als Kohle. Das Gas müsse ja nicht aus Russland kommen, liegt doch die Nordsee vor der Haustür.

Mit ihren Forderungen an die Politik - etwa Extravergütungen für Gaskraftwerke oder eine weniger strenge Regulierung für Pipelines - stieß die Branche bisher auf taube Ohren. Ob sie diesmal durchdringt, ist fraglich. Aber die Chance, jetzt Gehör zu finden, können sich Wintershall und Statoil nicht entgehen lassen.

Eine Aufwertung der Gaskraftwerke und ein Ausbau der Nordsee-Vorkommen käme nicht zuletzt ihren Bilanzen zugute. Wintershall fährt die Förderung in Sibirien hoch, und Statoil ist einer der wichtigsten Gaslieferanten Deutschlands. Doch auch der russische Platzhirsch Gazprom ist mit im Boot: Wintershall hat ihm das Gashandelsgeschäft komplett verkauft.

E-Mail an die Autorin: wll@hna.de

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