Kommentar zu den Anschlägen in Paris: Wollen nicht wehrlos sein

Werner Kolhoff über die Folgen der Anschläge in Paris

Die Bundesregierung will sich vom Terror nicht einschüchtern lassen. Unser Berlin-Korrespondent Werner Kolhoff fordert von der Regierung, sich jetzt voll in den Kampf gegen den IS einzubringen.

Die islamistischen Terroristen befinden sich mit allen Andersdenkenden in einer Art Weltkrieg. Sie werden alle denkbaren Waffen und Vernichtungsmethoden anwenden, die sie bekommen können. Sie scheren sich nicht um die Auswahl ihrer Ziele und auch nicht um ihr eigenes Leben. Sie spielen Gott und sind Teufel. Dass hierzulande ein großer Anschlag bisher nicht passiert ist, ist auch purer Zufall gewesen, der morgen seine Serie beenden kann.

Deshalb reden wir über eine dauerhafte Aufgabe der internationalen Staatengemeinschaft. Deutschland muss sich in ihr voll einbringen, militärisch, finanziell, organisatorisch, politisch. Es gibt keinen Grund für Zurückhaltung, auch nicht bei Angriffen auf den IS. Die würde von den Terroristen ohnehin nicht belohnt werden.

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Und wir reden über eine Verstärkung der inneren Sicherheit. Die entsprechenden Organe müssen alles bekommen, was sie für die Terrorabwehr brauchen. Personal, Technik, Handlungsfreiheit. Das gilt für die Geheimdienste, die Polizei und Bundeswehr, das gilt für den internationalen Austausch von Daten.

Und es gibt noch ein Drittes: Gegenüber den Sympathisanten und Predigern des Terrorismus, ob in Moscheen oder außerhalb, muss jede Toleranz zu Ende sein. Strafbarkeit, Vereinsverbote, Ausweisung, - wo immer nötig, sollte man hier die Gesetze und ihren Vollzug deutlich verschärfen. Wir wollen keine wehrlosen Opfer sein.

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