Kommentar zum Wulff-Prozess: Szenen einer Ehe

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Bettina Wulff hat am Donnerstag im Prozess gegen ihren Noch-Ehemann Christian Wulff ausgesagt: Sie tat alles, ihn in sanftem Licht erscheinen zu lassen. Ein Kommentar von HNA-Redakteurin Tatjana Coerschulte:

"Seitdem der Terminplan für den Wulff-Prozess steht, warten Beobachter und auch Leser bunter Blätter auf den Auftritt seiner Noch-Frau Bettina. Wird sie erscheinen, was wird sie sagen? Wie wird sie dabei aussehen?

Tatjana Coerschulte über den Auftritt Bettina Wulffs

Also: Sie sah super aus, sie hat mit wünschenswerter Deutlichkeit auf die Fragen des Gerichts geantwortet, hat ihren Noch-Ehemann mit strahlender Herzlichkeit begrüßt. Hatte jemand etwas anderes erwartet? Bettina Wulff hat kein Problem mit öffentlichen Auftritten. Das konnte man in Hannover beobachten, seit die Werbefachfrau 2006 an der Seite des damaligen Ministerpräsidenten von Niedersachsen auftauchte.

Für eine Landesmutter ist das auch durchaus nützlich, denn wer einen Spitzenpolitiker ehelicht, kommt um repräsentative Pflichten nicht herum. Sie war die hübsche Seite der Landespolitik, als ihr Christian noch Ministerpräsident war. Sie war der frische Wind im Schloss Bellevue, als ihr Christian Bundespräsident wurde. Dann auf einmal war er nichts mehr, und mit dem Amt war er auch die Frau los.

Es ist diese private Seite, die bei aller Kritik an Christian Wulff der ganzen Geschichte etwas Tragisches verleiht. Denn wie seiner Noch-Frau sieht man auch ihm an, wie es ihm geht. Im Gegensatz zu ihr allerdings wirkt er verhärmt, gezeichnet. Es sei ihr gewünscht, dass ihre zur Schau gestellte Unbekümmertheit echt ist. Und ihm, dass er eine Frau trifft, die auch ohne Amt bei ihm bleibt." coe@hna.de

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