Kommentar zu den Fleischersatz-Produkten

Die Industrie stellt sich um und reagiert auf die Nachfrage der Kunden: Wurst aus Lupinensaat und Hähnchen aus Tofu. Ein Kommentar dazu von Anna Lischper.

Die Industrie will den Verbraucher zufriedenstellen. Auf alle Ernährungsfragen hat sie Antworten: Wer keine Zeit zum Kochen hat, isst Currywurst aus der Dose, Kinder bekommen ihre tägliche Portion Obst im Tetrapack und für Menschen, die auf Fleisch verzichten wollen, aber nicht auf den Geschmack, stehen Fleischersatzprodukte im Regal. Davon profitieren Industrie und Konsument. Wurst, die so tut als ob, ist keine.

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Sie macht nur darauf aufmerksam, dass dank neuer Lebensmitteltechnologien (fast) alles möglich ist. Zutaten sind essbares und formbares Material und Gewürze. Was kommt als Nächstes? Vielleicht Nudeln aus dem 3D-Drucker? Denkbar ist vieles. Machbar offenbar auch.

Man muss es nicht gut finden. Aber wenn morgen plötzlich alle nach grüner Currywurst schreien, dann wird die Industrie ihren Verbrauchern auch diesen Wunsch erfüllen. So funktioniert das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Auch das „Wurst-Revolutiönchen“ ist eine Folge der Nachfrage.

Solange es Menschen gibt, die die künstlich hergestellten Würste und Schnitzel kaufen, werden sich auch Produzenten finden, die sie anbieten. Man kann die Produkte eklig finden, aber man muss sie ja auch nicht kaufen.

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