Kommentar zum Zika-Virus: Armut bekämpfen

Ja, es ist eine Gefahr: Das Zika-Virus sorgt für Elend und Not in den Familien Lateinamerikas, deren Kinder durch eine Infektion ihrer Mütter während der Schwangerschaft nun womöglich schwer geistig behindert sind. Ein Kommentar von Petra Wettlaufer-Pohl.

Viele von ihnen leben in den Favelas, wo man kein Geld hat, sich mit modernen Mitteln zu schützen. Und Mücken sind überall.

Hierzulande indes sollte man nicht in Panik ausbrechen. Die Infektionsgefahr ist nicht wirklich groß, zumal der Kreis der Betroffenen, für die Gefahr droht, überschaubar ist und vor allem auch überschaubar gehalten werden kann. Denn wer jetzt als Schwangere – ohne Not wohlgemerkt – nach Lateinamerika reist, geht ein nunmehr bekanntes Risiko ein. Eines, für das man niemanden sonst verantwortlich machen kann.

Natürlich schließt das mögliche Gefahren nicht gänzlich aus. Aber wir sollten uns – ähnlich wie bei Ebola und anderen Epidemien – bewusst machen, dass von solchem Unglück in der Regel die Armen dieser Welt betroffen sind. Solange deren Lage sich nicht ändert, wird es auch Epidemien geben. Deshalb müssen nicht nur Mücken, es muss auch die Armut bekämpft werden.

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