AfD-Chef verharmlost Hitler und das Nazi-Regime

Kommentar zu Gaulands "Vogelschiss"-Äußerung über die NS-Zeit: Der Hetzer

AfD-Chef Alexander Gauland hat Hitler und die Nazi-Zeit als "Vogelschiss in über 1000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte" bezeichnet. Dazu ein Kommentar von Jan Schlüter.

Da hat er wieder zugeschlagen, der intellektuell anmutende Provokateur der AfD. So harmlos der alte Mann mit kariertem Jackett und Hundekrawatte in Talk Shows auch wirken mag, so kalkuliert sind seine immer unerträglicheren Attacken. Er kennt genau die Wirkung, wie ein Schachspieler sieht er die Reaktionen auf seine Provokationen voraus.

Wie gern möchte man die üblen Diffamierungen und widerwärtigen Geschichtsverdrehungen des ehemaligen CDU-Mannes, der mehr und mehr dabei ist, politisch zu erblinden, einfach ignorieren. Aber genau das darf nicht passieren. Es muss den Aufschrei geben, jedes Mal, immer wieder. Damit nicht noch mehr Menschen Alexander Gauland gedankenlos beipflichten wie die applaudierenden Jung-AfDler.

Wenn Gauland die zwölf Jahre Nazi-Diktatur als einen Vogelschiss in der deutschen Geschichte bezeichnet, dann bezweckt er damit bewusst eine Verharmlosung des brutalen Regimes, das Millionen Juden ermordet und Millionen Weltkriegstote zu verantworten hat.

Hetzer wie Gauland und Björn Höcke führen die AfD immer weiter an den rechten Rand und sorgen somit dafür, dass keine andere Partei in den Parlamenten mit ihr koalieren wird. Das ist das einzig Positive.

Rubriklistenbild: © Alexander Prautzsch / dpa news

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