Kommentar zu der Zukunft von Zoos: Kein Gnadenhof

Peter Klebe über die Zukunft von Zoos

Zoos sind ins Gerede gekommen. Obwohl sie Millionen zufriedener Besucher anziehen, steigt die Kritik an den Haltungsbedingungen der Tiere und an Tötungen. Ein Kommentar von HNA-Redakteur Peter Klebe.

Im Zoo Kopenhagen wurde vor einem halben Jahr eine Giraffe verfüttert, im Tierpark Bern kürzlich ein Bärenbaby getötet und präpariert. Solche Meldungen tragen nicht gerade dazu bei, das Image der in die Kritik geratenen Zoos zu verbessern. Sie zeigen, dass dort keineswegs die heile Welt herrscht, die die Parks gern präsentieren wollen.

Natürlich ist ein Besuch im Zoo nicht nur für Kinder schön und kann lehrreich sein. Viele Parks präsentieren anschaulich Informationen über Herkunft und Verhalten der Tiere und sensibilisieren für die Bedrohung mancher Arten. Zucht- und Austauschprogramme tun ein Übriges. Aufgabe von Zoos ist durchaus auch zu vermitteln, dass Raubtiere sich gegenseitig fressen und dass Sterben zur Natur gehört.

Das alles darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein Zoo kein Gnadenhof für Wildtiere ist, sondern ein mit Steuergeld subventionierter Wirtschaftsbetrieb. Rote Zahlen gehören oft dazu. Gefährlich wird es, wenn Tierkinder und Exoten nur präsentiert werden, um zahlende Besucher anzulocken und für „überflüssige“ Tiere kein Platz mehr bleibt. Artenschutz nach Kassenlage ist zynisch: Lebewesen dürfen nicht nur interessant sein, wenn durch sie die Kasse klingelt.

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