Tibor Pézsa

Kommentar zur Zuwanderung: "Bildung ist der Schlüssel"

Tibor Pézsa über deutsche Einwanderungspolitik

Die Zuwanderungsstudie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zeigt, wo der Erfolg unserer Gesellschaft entsteht: in der Schule und an der Arbeit. Ein Kommentar von HNA-Nachrichtenchef Tibor Pézsa.

Das kinderarme, alternde Deutschland profitiert dabei von der europäischen Euro- und Staatsschuldenkrise, die eine kontinentale Wanderung von oft gut ausgebildeten, jungen Arbeitskräften ausgelöst hat. Sie sind der dringend benötigte Nachwuchs, den wir aus eigener Kraft niemals mehr hinbekommen hätten. So zynisch es auch sein mag: Der Verlust der südeuropäischen und anderer Staaten ist unser Gewinn.

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Machen wir etwas daraus, auch wenn das so niemand geplant hat. Ohnehin zeigen sich in den globalen und europäischen Wanderungsbewegungen Kräfte, die sich national kaum mehr regulieren lassen. Die europäische Binnenwanderung entzieht sich allein schon vertraglich jeder Steuerung. Und der Andrang von Flüchtlingen aus humanitären Gründen wird anhalten.

Sehr wohl an uns liegt es aber, hier lebende Ausländer als das anzusehen, was sie sind: Menschen wie du und ich, Mit-Garanten unseres Erfolgs. Wenn es ihnen gelingt, hier dauerhafte Lebensperspektiven zu finden, haben wir alle den Gewinn. Helfen wir ihnen also nach Kräften.

Deutschland ist schon lange ein Einwanderungsland. Diese Erkenntnis hinkt der Wirklichkeit nur hinterher. Steuern wir endlich, wo wir es können. Sagen wir offen, wie wir uns unsere neuen Nachbarn wünschen: wissbegierig und fleißig. Machen wir uns attraktiv für Facharbeiter. Helfen wir ausländischen Studenten. Lassen wir Familiennachzug zu.

Unseren Autor erreichen Sie per Mail unter: tpa@hna.de

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