Nicht mit Chaos an Finanzmärkten zu rechnen

Kommentar zum Stresstest bei den Banken: "Die Schwachen entlarvt"

Die Europäische Zentralbank hat geprüft, ob die großen Banken der Euro-Zone die nächste Krise überstehen. Das Ergebnis: 25 von 130 Geldinstituten sind im Test durchgefallen. Ein Kommentar von HNA-Redakteur Jan Schlüter.

High noon – um Punkt zwölf Uhr mittags gab die Europäische Zentralbank am Sonntag die Ergebnisse ihres sogenannten Stresstests bekannt. Obwohl dabei 25 von 130 großen Banken durchgefallen sind, ist nicht mit einem Chaos an den europäischen Finanzmärkten zu rechnen.

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Denn vieles kam wie erwartet. Mancher Wackelkandidat bekam sogar im EZB-Gesundheitszeugnis noch passable Noten. Erwartungsgemäß sitzen die Sorgenkinder eher im Süden Europas. Insbesondere in Italien würde so manches Bankhaus die nächste Wirtschaftskrise nicht überstehen. Es sei denn, es wird zügig das Eigenkapital gestärkt.

Das ist leichter gesagt als getan. Denn wer sozusagen offiziell von der EZB bescheinigt bekommt, zu den Schwächlingen in Europa zu gehören, kann nicht erwarten, dass Anleger nun ausgerechnet ihm Vertrauen schenken. So kann es sein, dass der Stresstest, der gnadenlos die Probleme einiger Banken offenlegt, das eine oder andere Kreditinstitut beschleunigt in Not bringt.

Trotzdem ist es absolut richtig, dass die Zentralbank solche Tests macht. Denn beim Geld geht es immer auch um Vertrauen, und es gehört zu den Aufgaben der EZB, dieses zu fördern. Ein Stresstest stärkt letztlich die gesunden Banken.

Unseren Autor erreichen Sie per E-Mail an: jas@hna.de

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