Konvention soll helfen

Europarat will Frauen vor Gewalt schützen

Straßburg - Eine neue Konvention soll Frauen in Ländern wie der Türkei besser vor Gewalt und häuslichen Übergriffen schützen.

Nach Angaben des Europarats vom Mittwoch ratifizierte diese Woche mit Andorra ein zehnter Staat das Übereinkommen. Es könne damit zum 1. August in den Teilnehmerstaaten in Kraft treten, hieß es.

Wie der Europarat mitteilte, legt das vor drei Jahren in Istanbul ausgehandelte Übereinkommen zum ersten Mal rechtsverbindliche Normen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt in Europa fest. Es verpflichtet die Staaten unter anderem, Gewalt zu verhindern, die Opfer zu schützen und die Täter strafrechtlich zu verfolgen.

Staaten verpflichten sich, Opfer zu schützen 

Menschenrechtler hatten die Konvention bereits 2011 als „bahnbrechend“ bezeichnet. Sie wiesen damals darauf hin, dass in Europa 20 bis 25 Prozent der Frauen im Laufe ihres Lebens Gewalt oder sexuelle Gewalt erlebten, in der Türkei fast die Hälfte der Frauen.

Der Generalsekretär des Europarats, Thorbjørn Jagland, rief am Mittwoch alle noch nicht beteiligten Mitgliedstaaten auf, die Konvention zu ratifizieren. Bislang sind neben der Türkei Länder wie Albanien, Italien, Portugal und Spanien dabei. Deutschland hat die Ratifizierung zugesagt, aber noch nicht umgesetzt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.