Kosovo-Serben machen Stunk

Pristina/Belgrad - Die Serben im Nordkosovo gehen auf Konfrontationskurs. Alle bisherigen Absprachen der serbischen Regierung bei den von der EU vermittelten Verhandlungen mit dem Kosovo seien null und nichtig.

Dies erklärten die Abgeordneten der vier serbischen Gemeinden im Nordkosovo am Freitag. Diese Vereinbarungen seien gegen die Interessen des serbischen Volkes gerichtet und würden daher im Norden des Landes nicht angewandt, beschlossen sie in der Stadt Mitrovica. Der Schritt dürfte auch negative Auswirkungen auf die Chancen Serbiens haben, den Status eines EU-Beitrittskandidaten zu erlangen.

Gegen den Verhandlungsführer der serbischen Regierung bei den Gesprächen in Brüssel, Borislav Stefanovic, werde Strafanzeige wegen Landesverrats erstattet, beschlossen die Gemeindevertreter weiter. Sie setzten sich für die Überprüfung des Dialogs zwischen Serbien und der albanisch geführten Kosovo-Regierung ein und verlangten ein stärkeres Engagement der Regierung in Belgrad im Nordkosovo. Die in Serbien im kommenden Frühjahr geplanten Parlamentswahlen sollten auch im Nordkosovo stattfinden.

Serbien und die Kosovo-Serben erkennen die vor knapp vier Jahren ausgerufene Unabhängigkeit der fast nur noch von Albanern bewohnten ehemaligen serbischen Provinz nicht an. Belgrad will das Kosovo, das inzwischen von knapp 90 Staaten diplomatisch anerkannt ist, wieder in seinen Staatsverband eingliedern. Während die Serben im Kosovo weniger als zehn Prozent der Gesamtbevölkerung stellen, bilden sie im Norden eine kompakte Mehrheit.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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