"Kanzlerkandidat ist glaubwürdig"

Kraft stärkt Steinbrück den Rücken

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Hannelore Kraft unterstützt Peer Steinbrück

Berlin - Nach seiner Wahl zum Kanzlerkandidaten der SPD stärkt die Partei Peer Steinbrück demonstrativ den Rücken.

„Wer gut verdient, kann sich trotzdem in diesem Land dafür einsetzen, dass die, die nicht viel haben, gerecht beteiligt werden“, sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) der „Leipziger Volkszeitung“ (Montag). Sie sei überzeugt, dass Steinbrück die SPD-Forderung nach mehr sozialer Gerechtigkeit sehr glaubwürdig vertreten könne. „Ich wünsche mir, dass es ihm gelingt, dass die Bürgerinnen und Bürger das komplette Bild von Steinbrück wahrnehmen, nicht nur denjenigen, der Finanzminister der Bundesrepublik war“, sagte Kraft, die auch stellvertretende SPD-Vorsitzende ist.

Peer Steinbrück: Klare Kante und loses Mundwerk

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Der frühere SPD-Vorsitzende Hans-Jochen Vogel erwartet, dass Steinbrück sich in den kommenden Monaten stärker den innen- und gesellschaftspolitischen Themen widmen wird. „Er weiß, dass er nicht nur den Verstand, sondern auch das Herz der Menschen erreichen muss“, sagte Vogel der „Rheinischen Post“ (Montag) in Düsseldorf. Peer Steinbrück sei „eine für die Bewältigung der gegenwärtigen zentralen Herausforderungen besonders kompetente Persönlichkeit“.

Der Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, hält den SPD-Kanzlerkandidaten dagegen für chancenlos. „Steinbrück hat keine Aussicht auf eine Mehrheit. Das ist sein Hauptproblem“, sagte er der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung“ (Montag). „Ein wirklicher Wechselkanzler wird nur mit den Stimmen der Linken gewählt.“ Riexinger regte an, neue Wege zu gehen und den Kanzlerkandidaten des Mitte-Links-Spektrums in Zukunft in Vorwahlen zu bestimmen, die offen für alle Bürger seien. Dann würde wirklich eine klare Alternative zum bürgerlichen Block sichtbar.

dpa

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