Kommentar zur Sommerhitze in Zügen: "Kratzer fürs Image"

Kaum springt das Thermometer auf hochsommerliche Werte jenseits der 30 Grad, kommen schlechte Nachrichten von der Deutschen Bahn. Wenn’s draußen richtig heiß wird, streiken in deutschen Fernzügen die Klimaanlagen. Ein Kommentar.

"Reisende aus den USA übersetzen ICE zuweilen direkt ins Englische und wundern sich dann, dass es in deutschen Schienenflitzern so wenig Eis gibt. Das wäre jetzt in großen Kübeln nötig: Noch ist ja Frühling - aber die Bahn läuft sich schon für ihren Sommer-Dauerbrenner warm. Es stimmt: Wenn sieben Klimaanlagen in 1400 Fernverkehrszügen streiken, ist das noch lange kein Totalversagen. Genau so richtig ist aber: Wenn sie ihre ICE-Flotte nicht zügig auch im Sommer erträglich temperiert aufs Gleis bekommt, waren die vier Millionen Euro Wiedergutmachung nach der Bielefelder Hitzekollaps-Reise von 2010 nur ein Klacks.

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Den Großteil ihres positiven Markenimages zieht die Bahn aus den schnellen Fernverbindungen. Dies mit Saunazügen zu riskieren, kann teuer werden. Verkehrsminister Peter Ramsauer sollte für den Bahneigentümer Bund die Jahr für Jahr versprochene Klimaanlagen-Nachrüstung endlich nach vorne bringen. Sein forscher Spruch „Ich erwarte von der Deutschen Bahn, dass die Züge bei minus 40 Grad genauso zuverlässig fahren wie bei plus 40 Grad“ ist mittlerweile auch schon drei Jahre alt."

wrk@hna.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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