Innenminister Uwe Schünemann fordert Fußball-Vereine zum Durchgreifen auf

Krawalle: Notfalls mehr Polizei

Hannover. Angesichts anhaltender Fan-Krawalle in deutschen Fußballstadien hat Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) die Vereine zu härterem Durchgreifen aufgefordert.

Diese dürften das Bunkern von Pyrotechnik in Containern der Fangruppen in den Stadien nicht weiter dulden, sondern müssten Randalierer mit besserer Videotechnik identifizieren und mit Ordnungsgeldern belegen, sagte Schünemann am Montag in Hannover. Wenn es den Vereinen nicht selber gelinge, für Ordnung in den Stadien zu sorgen, müsse die Polizei selber massiver in den Fanblocks einschreiten, was problematisch werden könnte.

„Es ist jetzt ein Punkt erreicht, wo wir nicht mehr zur Tagesordnung übergehen dürfen“, sagte der Minister. Zu lange sei die Fan-Gewalt Thema runder Tische gewesen, was zu einem Kuschelkurs geführt habe, jetzt müsse Klartext geredet werden. „Wir müssen den Veranstalter und die Fußballvereine in die Pflicht nehmen.“ Diese müssten Randalierern nicht bloß ein Stadionverbot androhen, sondern diese auch tatsächlich finanziell zur Kasse bitten.

Mehr Kontrollen

Ordner müssten strenger kontrollieren und dürften es nicht hinnehmen, dass vermummte Fans in den Rängen freies Spiel hätten. Die Kosten für Präventions- und Fanprojekte sollten der Deutsche Fußball-Bund und die Deutsche Fußball Liga künftig alleine tragen, meinte Schünemann. Angesichts der Riesensummen, die die Übertragungsrechte der Spiele einbrächten, sei es dem Steuerzahler nicht mehr zu erklären, warum Kommunen und Bundesländer sich daran weiter beteiligten. (lni)

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.