Gesundheit

Krebs-Risiko: Warum man auf das Feierabendbier besser verzichten sollte

Einer neuen Krebs-Studie zu Folge erhöht sich sogar durch moderaten Alkoholkonsum das Risiko zu erkranken.
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Einer neuen Krebs-Studie zu Folge erhöht sich sogar durch moderaten Alkoholkonsum das Risiko zu erkranken.

Das Risiko an Krebs zu erkranken, steigt laut einer Studie sogar durch moderaten Alkoholkonsum. Am häufigsten sind offenbar Männer betroffen.

Kassel – Offenbar schädigt Alkohol die DNA und beeinflusst auch den Hormonhaushalt, was das Risiko einer Krebserkrankung erhöhen kann. Das haben nun Forschende der Internationalen Agentur für Krebsforschung herausgefunden.

Demnach stünde Alkoholkonsum im Zusammenhang mit vier Prozent aller im Jahr 2020 erstmals festgestellten Krebsfälle weltweit. Das Team um Forscher Harriet Rumgay von der Internationalen Agentur für Krebsforschung in Lyon präsentierte nun seine neue Studie im Journal The Lancet Oncology.

Neue Krebs-Studie: Moderater Alkoholkonsum macht krank

Diese vier Prozent entsprechen etwa 741.000 Fällen, die laut Studie mit Alkoholkonsum verbunden sein könnten. In etwa drei Viertel der Fälle seien Männer betroffen. Den Berechnungen zufolge standen in Deutschland im Jahr 2020 etwa 21.500 erstmals diagnostizierte Krebserkrankungen im Zusammenhang mit dem Konsum von Alkohol. Das berichtet das Nachrichtenportal Ntv.de. Der geschätzte Anteil lag unter anderem in Osteuropa und Ostasien mit etwa sechs Prozent besonders hoch. Die geringste Rate hatten demnach Nordafrika und Westasien.

Unter den diagnostizierten Krebspatienten befänden sich zwar vor allem Menschen mit hohem Alkoholkonsum. Nach Angaben der Forschenden seien 14 Prozent der Fälle jedoch auch Personen mit „moderatem“ Trinkverhalten gewesen – das entspreche 20 Gramm Alkohol pro Tag, also etwa zwei kleinen Gläsern Wein oder einem halben Liter Bier. Besonders häufig im Zusammenhang mit Alkohol seien Speiseröhren- und Leberkrebs und bei Frauen auch Brustkrebs. (ebb)

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