Kremlchef Medwedew in Deutschland begrüßt

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Russlands Präsident Dmitri Medwedew (vorne, l.) wird am Dienstag in Berlin bei einem Empfang mit Bundespräsident Christian Wulff (vorne, r.) mit militärischen Ehren begrüßt.

Berlin - Russlands Präsident Dmitri Medwedew hat einen eintägigen offiziellen Besuch in Deutschland begonnen. Bundespräsident Christian Wulff begrüßte Medewedew mit militärischen Ehren vor seinem Amtssitz, dem Schloss Bellevue in Berlin.

Höhepunkt des Besuchs ist die Eröffnung der 1224 Kilometer langen Ostseepipeline Nord Stream zusammen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern). Russland hofft angesichts des Atomausstiegs der Bundesrepublik darauf, künftig noch mehr Gas nach Deutschland zu verkaufen.

Als nach eigenen Angaben größter Gasexporteur der Welt lieferte Russland 2010 etwa 39 Milliarden Kubikmeter Gas nach Deutschland. Kein anderes Land der Welt bezieht demnach so viel Gas aus Russland. Die hohe Abhängigkeit ist aber auch umstritten.

In Lubmin erwartet werden auch der französische Ministerpräsident François Fillon, der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte sowie EU-Energiekommissar Günther Oettinger.

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Auch der Vorsitzende des Nord-Stream-Aktionärsausschusses, Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder, wird nach Lubmin kommen. Er hatte 2005 zusammen mit dem damaligen russischen Präsidenten Wladimir Putin das in Polen und im Baltikum umstrittene Projekt auf den Weg gebracht.

Mit Bundespräsident Wulff will Medwedew über die gesellschaftlichen und kulturellen Beziehungen beider Länder sprechen. Für 2012/2013 sind ein Deutschland-Jahr in Russland und ein Russland-Jahr in Deutschland geplant.

Es dürfte sich um Medwedews Abschiedsbesuch in Deutschland als Kremlchef handeln. Er will bei der Präsidentenwahl im März 2012 nicht wieder antreten. Medwedew strebt stattdessen das Amt des Regierungschefs an. Staatschef wird voraussichtlich wieder der heutige Ministerpräsident Putin.

dpa

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