„Horrorzahlen“

Kretschmann kritisiert Altmaier

+
Winfried Kretschmann (li.) kritisiert die "Horrorzahlen" von Umweltminister Peter Altmaier.

Berlin - Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) bei einem gemeinsamen Auftritt die Leviten gelesen.

„Sie dürfen die Leute nicht mit Horrorzahlen auf die Bäume jagen“, sagte Kretschmann am Mittwochabend in der Berliner Hertie School of Governance zu Altmaiers Warnung vor Energiewendekosten von bis zu einer Billion Euro. „Die Leute bringen schon Millionen und Milliarden durcheinander und jetzt kommen Sie mit ihrer Billion daher.“ Das sei nicht verantwortungsvoll. Altmaier sagte, die Kosten würden in den nächsten 30 Jahren nur anfallen, wenn nicht gegengesteuert werde.

Auch wenn sich beide grundsätzlich zur Energiewende bekannten sowie zum Ziel, sie durch ökologischen und ökonomischen Erfolg zum Vorbild für andere Staaten zu machen, so lagen sie bei den Kosten nicht auf einer Linie. „Ihre Strompreisbremse, Herr Minister Altmaier, jetzt bleiben wir doch mal auf dem Teppich, bringt nur 15 Euro für einen Haushalt“, meinte Kretschmann. Altmaier hingegen sieht durch seinen Plan für ein Einfrieren der Ökostrom-Umlage ein Einsparpotenzial von 60 Euro pro Haushalt.

Energiewende: Diese Probleme sind noch zu lösen

Energiewende: Diese Probleme sind noch zu lösen

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.