Das Kreuz mit dem Kreuz 

„Religion verstaatlicht“, „Bärendienst für Christen“: Kritik an Söder auch im Bundestag

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Bundestagsdebatte zu Religionsfreiheit. 

Kritiker der von Markus Söder initiierten Kreuz-Pflicht in bayerischen Behörden sparten auch am Freitag nicht mit deftigen Aussagen. Die Angelegenheit hat auch Berlin erreicht.

München/Berlin - Die Kritik am bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) reißt nicht ab. Am Freitag nutzten auch im Bundestag Oppositions-Abgeordnete eine Debatte über Religionsfreiheit um ihrem Missfallen Ausdruck zu verleihen. So beklagte etwa der FDP-Abgeordnete Stefan Ruppert, Söder habe „Christinnen und Christen einen Bärendienst erwiesen“. Der Liberale warf dem Christsozialen vor, ihrer politischen Agenda ein religiöses Identitätssymbol einzuverleiben. Söder verstaatliche das Kreuz.

Auch von Grünen und Linken gab es Gegenwind. Der Tenor lautete, Söder bediene sich des Populismus und missbrauche ein religiöses Symbol für seinen Wahlkampf. Im Oktober sind in Bayern Landtagswahlen. 

Auch aus Kirchenkreisen hatte es zuvor verärgerte Stimmen gegeben, auf die Söder aber mit Unverständnis reagierte. Das Kreuz habe identitätsstiftende Bedeutung, erklärte er. Söders Vorgänger Horst Seehofer (CSU) äußerte sich hingegen nicht zu der Debatte.

Stimmen aus dem Ausland

Auch international hat die Kreuz-Affäre schon Aufmerksamkeit erregt. So ließ sich etwa der Europa-Korrespondent von Politico, Matthew Karnitschnig zu einem Kommentar auf Twitter hinreißen. Bei Söders Maßnahme handle es sich um eine PR-Strategie. „Die liberale deutsche Presse schäumt vor Wut, genau wie die CSU es wollte“, schrieb der Journalist schon am Donnerstag. Auch die britische BBC berichtete über das Thema. 

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