Familienministerin nimmt Kritik gelassen

Kristina Schröder: "Politik ist kein Ponyhof"

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Bundesfamilienministerin Kristina Schröder

Berlin - Kristina Schröder muss sich starke Kritik gefallen lassen. Die Familienministerin nimmt die Vorwürfe der Kollegen und Medien angeblich gelassen - bis auf eine Unterstellung.

Betreuungsgeld, Frauenquopte, gleichgeschlechtliche Ehenund nicht zuletzt ihr Buch "Danke, emanzipiert sind wir selber!": Bundesfamilienministerin Kristina Schröder ist stark umstritten. In einem Interview mit der "Bild"-Zeitung zeigte sich die 35-Jährige gelassen, denn: "Politik kein Ponyhof". In der Familienpolitik werde "ständig das Private in den Vordergrund gerückt". 

Auch die Unterschriftenliste, in der 25.000 Menschen ihren Rücktritt forderten, kann die Ministerin scheinbar nicht verunsichern. Sie habe einen Rücktritt niemals in Erwägung gezogen, sagte Schröder dem Blatt. Auch habe sie mittlerweile Zuschriften von Frauen erhalten, die ihre Unterschrift zurückziehen wollten.  

Sie waren die Chefs der CDU

Sie waren die Chefs der CDU

Ein Gerücht hat Schröder allerdings nach eigener Aussage doch getroffen: Die Unterstellung, dass sie nur geheiratet hätte, weil sie Familienministerin geworden sei. "Dabei hatten wir ja schon Wochen vorher die Einladungen verschickt", so Schröder.

Im Interview kritisierte Schröder auch die von der EU-Kommission geplante Richtlinie zur Einführung einer gesetzlichen Frauenquote in Aufsichtsräten. "Deutschland kommt auch ohne die Einmischung von Frau Reding gut voran“, sagte sie. "In den Dax-30-Aufsichtsräten sind allein in diesem Jahr 40 Prozent der freien Stellen mit Frauen nachbesetzt worden."

sr/dapd

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