Kommt die Trauerfeier für Neonazi-Opfer zu spät?

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Kenan Kolat

Berlin - Der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, kritisiert die für Februar geplante zentrale Trauerfeier für die Opfer der Neonazi-Morde und deren Familien.

Kolat sagte dem Berliner „Tagesspiegel“ (Sonntagausgabe): „Einige der Opferfamilien wollen nicht kommen. Sie haben nach den Morden getrauert, sie trauern nicht erst Jahre später.“ Auch erwarteten Türken, „dass man zu ihnen kommt, um mit ihnen gemeinsam zu trauern.“ Er habe vorgeschlagen, dass Bundespräsident Christian Wulff zu den Familien der Opfer fahre, anstatt sie nach Berlin einzuladen.

Die rechte Terrorzelle - Chronologie der Ereignisse in Bildern

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Kolat beklagte ferner eine „mangelnde Sensibilität“ der deutschen Politik und der Gesellschaft insgesamt im Umgang mit rechtsextremen Straftaten. Der Bundesregierung warf er eine „Pannenstrategie“ vor. Es gehe nur um die Aufklärung der Pannen der Sicherheitsbehörden. „Es stört mich, dass nicht ernsthaft darüber diskutiert wird, wie in diesem Land ein Verbrechen förderndes Klima gegen Minderheiten entstehen konnte“, beklagte Kolat.

dapd

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