Nach Iran-Besuch: Kündigung für niedersächsischen FDP-Mann

Mahmud Ahmadinedschad: Er bekam Besuch vom niedersächsischen FDP-Politiker Claus Hübscher - der nun prompt seinen Nebenjob verlor.

Delmenhorst. Nach seinem Besuch beim iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad hat der niedersächsische FDP-Politiker Claus Hübscher seine Nebenbeschäftigung als Dozent einer Volkshochschule verloren.

Der 65-jährige Landtagskandidat und Delmenhorster FDP-Vizechef bestätigte, dass er fristlos entlassen wurde, weil er „dem Ansehen der VHS erheblich geschadet“ habe. Hübscher, bis Ende 2008 selber VHS-Chef, hatte kürzlich als Privatmann an einer Bildungsreise in den Iran teilgenommen (wir berichteten), die von einem islamischen Fundamentalisten geleitet wurde. Für ihn überraschend traf die Gruppe auch mit Ahmadinedschad zusammen. Hübscher berichtete danach, der Präsident bestreite weder den Holocaust noch lasse er Atomwaffen entwickeln.

Als der Liberale damit auf breite Empörung stieß, distanzierte er sich „in aller Deutlichkeit“ von Ahmadinedschads „Aufrufen zum Kampf gegen den Staat Israel“ und seinen „wiederholten Holocaustleugnungen“. Die VHS-Entlassung wolle er jetzt anwaltlich überprüfen lassen. Er werde sich aber nicht „krampfhaft an irgendwelche Sessel klammern“. (bf) Foto: nh

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.