Spezialeinheiten mussten nicht mehr eingreifen

Kurzzeitige Geiselnahme bei geplanter Abschiebung

In einer kommunalen Flüchtlingsunterkunft im nordrhein-westfälischen Borgholzhausen hat es am frühen Donnerstagmorgen bei einer geplanten Abschiebung eine kurzzeitige Geiselnahme gegeben.

Wie eine Polizeisprecherin in Bielefeld mitteilte, suchten in der Nacht gegen 03.30 Uhr zwei Polizisten, jeweils ein Mitarbeiter der Ausländerbehörde und eines Sicherheitsdiensts sowie ein Arzt die Unterkunft auf. Anlass war die geplante Abschiebung eines Elternpaars aus Aserbaidschan.

Außer dem Vater und der Mutter hielten sich demnach in der Wohnung zwei erwachsene Töchter und ein Besucher auf. Nach ersten Erkenntnissen gab es ein Gerangel in den Räumen, bei dem einem der Polizisten die Dienstwaffe abgenommen wurde. Im Anschluss fielen mehrere Schüsse, durch die aber niemand verletzt wurde.

Anschließend verschanzte sich den Angaben zufolge die Familie mit dem Mitarbeiter der Ausländerbehörde und dem Mitarbeiter des Sicherheitsdiensts in der Wohnung. Die Polizei forderte Spezialeinheiten an, die jedoch nicht mehr eingreifen mussten. Die Familienmitglieder öffneten freiwillig die Tür und stellten sich.

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Dabei berichteten sie von einer verletzten Frau in der Wohnung. Laut Polizei handelte es sich dabei um die Mutter, die sich nach ersten Erkenntnissen selbst eine Stichverletzung beigebracht hatte. Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht. Den Vater, eine der Töchter und den Besucher der Familie nahmen die Polizisten in Gewahrsam.

afp

Rubriklistenbild: © dpa

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