Lage entspannt sich nach Unwetter in Niedersachsen und Bremen

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Ein abgerissener Ast liegt auf einer Landstraße bei Filsum (Niedersachsen) während ein Auto daran vorbei fährt. Vielerorts führen orkanartige Winde zu Verkehrsbehinderungen und Schäden an Gebäuden

Hannover/Wilhelmshaven. Nach dem heftigen Sturm hat sich die Lage in der Nacht zum Dienstag in Niedersachsen und Bremen vielerorts entspannt. Die Bahn ist allerdings noch mit dem Aufräumen beschäftigt - viele Zugstrecken bleiben auch am Dienstag gesperrt.

Nach dem schweren Unwetter hat sich die Situation in weiten Teilen Niedersachsens und Bremens beruhigt. „Die Lage hat sich entspannt“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums der Nachrichtenagentur dpa am Dienstagmorgen. Züge fielen aber weiterhin aus. Die Deutsche Bahn meldete Einschränkungen und Sperrungen auf den Strecken Bremen-Bremerhaven, Bremerhaven-Cuxhaven, Bremen-Leer, Leer-Emden, Oldenburg-Wilhelmshaven sowie Hude-Nordenham. Wann die Züge wieder normal fahren, werde sich im Laufe des Vormittages entscheiden, sagte eine Bahn-Sprecherin.

Die Privatbahn Metronom gab am frühen Morgen Entwarnung für die meisten ihrer Strecken in Niedersachsen. Außer auf den Strecken Cuxhaven-Stade und Stade-Buxtehude fahren soweit alle Züge nach Plan. Der Fährverkehr auf die ostfriesischen Inseln soll dagegen nach Polizeiangaben bis zum Mittag eingestellt bleiben.

Auch auf den Straßen gab es noch Behinderungen: Die Bundesstraße 65 war in der Nähe von Stadthagen bis in den frühen Morgen gesperrt. Die Polizei Oldenburg warnte vor weiteren Einschränkungen wegen Straßen, die noch im Laufe des Morgens geräumt werden müssen. Die Autobahn 2 hingegen war seit Mitternacht wieder freigegeben. In der Höhe von Helmstedt war der Verkehr komplett lahmgelegt worden, weil ein Baum auf eine Stromleitung gekippt war. In Bremen wurde zudem ein Supermarktdach abgedeckt.

Der erste schwere Herbststurm des Jahres hatte am Montag auch ein Todesopfer in Niedersachsen gefordert. Eine Autofahrerin wurde in ihrem Wagen von einem umstürzenden Baum bei Schortens (Kreis Friesland) erschlagen. In Bad Bentheim (Landkreis Grafschaft Bentheim) starb am Montagvormittag zudem ein 61-Jähriger, der mit seinem Auto von der Straße abkam und frontal gegen einen Baum prallte. „Ob der Unfall wegen des Unwetters passierte, ist noch unklar“, betonte ein Polizeisprecher aber.

Die Höhe der Sachschäden im Norden ist laut Polizeiangaben bislang noch nicht abzusehen. (dpa)

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