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Lager Asse: Teer stoppt den Bohrer

Remlingen. Knapp eine Woche nach Beginn der Erkundungs-Bohrarbeiten im maroden Atommülllager Asse bei Wolfenbüttel sind die Arbeiten dort vorläufig zum Erliegen gekommen. Wann es weiter geht, ist noch unklar. Weicher Teer, sogenanntes Bitumen, droht nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) das Bohrloch und den Bohrer zu verschmieren.

Bisher sei der Bohrer sieben Meter in eine Kammer des Atommülllagers vorgedrungen, bis zum Inneren sind es 20 Meter. „Die Komplikationen beim Anbohren zeigen, wie wichtig die Probephase ist“, sagte BfS-Sprecher Werner Nording. Um die restlichen 13 Meter durchbohren zu können, prüft das BfS Alternativen. Man habe mit Problemen gerechnet – die Bohrung sei keineswegs gefährdet, hieß es auf HNA-Anfrage.

Bei der Planung der Bohrung seien die Experten zunächst davon ausgegangen, dass der bei der Verfüllung der Kammer eingesetzte Teer fester sei und deshalb durchbohrt werden könne. Grundlage dafür waren Aussagen des ehemaligen Betreibers der Asse, des Helmholtz Zentrums München. Durch die Erkundung der Atommüllkammern soll geklärt werden, ob und wie eine Bergung des Abfalls möglich ist. (lni/wrk)

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