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Rücktritt offiziell: Lambrechts Pannenserie im Überblick

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Von: Moritz Serif

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Immer wieder wurde Christin Lambrecht zu ihrem Rücktritt aufgefordert. Nun hat sie die Reißleine gezogen.

Berlin – Verteidigungsministerin Christine Lambrecht ist am 16. Januar offiziell zurückgetreten. Das teilte die SPD-Ministerin schriftlich mit. Die Politikerin war in ihrer Amtszeit immer wieder mit befremdlichem Verhalten aufgefallen. Nun zog sie selbst die Reißleine. Während ihres Wirkens war es immer wieder zu Rücktrittsforderungen gekommen. Grund dafür waren eine Reihe von Pannen und Fettnäpfchen.

So sorgte Lambrecht sorgte kurz nach ihrem Amtsantritt im Dezember 2021 für Verwunderung, als sie eine Weihnachtsreise zu einem Auslandseinsatz der Bundeswehr absagte, die für Minister:innen bislang ein Muss war. Mitte Dezember flog Lambrecht nach Litauen, um für ein paar Stunden zur Armee zu gehen, bevor sie sich zwischen Weihnachten und Neujahr in den Skiurlaub von Ischgl verabschiedete.

Christine Lambrecht (SPD), Bundesministerin der Verteidigung, nimmt an der Sitzung des Bundeskabinetts im Bundeskanzleramt teil.
Christine Lambrecht (SPD), Bundesministerin der Verteidigung, nimmt an der Sitzung des Bundeskabinetts im Bundeskanzleramt teil. (Archiv) © Kay Nietfeld/dpa

Lambrecht lieferte nur 5.000 Schutzhelme an Ukraine

Vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine kündigte Lambrecht an, 5000 Schutzhelme aus dem Bestand der Bundeswehr an Kiew zu liefern. Andrij Melnyk, damaliger Botschafter der Ukraine, zeigte sich enttäuscht. Kiew wollte mehr tun, um seine Soldaten zu unterstützen und hatte sich mehr Unterstützung erhofft. Im April 2022 besuchte Lambrecht mit dem Hubschrauber eine Bundeswehreinheit in Norddeutschland. Am nächsten Tag ging es nach der Übernachtung im Hotel mit Auto, Bodyguard und Sohn in die Osterferien auf die nahe Insel Sylt.

Lambrecht sagte damals, sie habe das vorgeschriebene Entgelt für den Flug ihres Sohnes bezahlt. In der Folge kündigte sie an, dass ihr Sohn nicht weiter mit auf Dienstreisen kommen würde. Bereits damals gab es Rücktrittsforderungen an die Ministerin. Als bekannt wurde, dass die Bundeswehr amerikanische F-35-Kampfflugzeuge kaufen würde, sorgte Lambrecht für einen weiteren Fauxpas. Sie hatte den Namen des neben ihr stehenden Luftwaffen-Generalstabschefs Ingo Gerhartz offenbar nicht gekannt oder vergessen.

Neujahrs-Gruß sorgte für Diskussionen

Gerhartz gehört zu den Inspektoren des Militärischen Führungsrates. Das ist das oberste militärische Gremium der Bundeswehr. Lambrechts Neujahrs-Gruß sorgte ebenfalls für Diskussionen. Die Verteidigungsministerin postete an Silvester ein Video auf ihrem privaten Instagram-Account. Darin spricht sie vom Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und schwärmt im nächsten Moment von ihren Treffen mit „interessanten und tollen Menschen“. Teils übertönt der Berliner Böller- und Silvesterraketenlärm ihre Worte. (mse)

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