Land Hessen drohen Gehaltsnachforderungen von Klinikmitarbeitern

Gießen. Mit der Rückkehr Hunderter Mitarbeiter der privatisierten Uniklinik Gießen-Marburg (UKGM) kommt offenbar eine Klagewelle auf das Land Hessen und die Rhön-Klinikum AG zu.

Am 1. Februar sollen erste Klagen von Mitarbeitern verhandelt werden, die von der privaten Betreibergesellschaft in den Landesdienst zurückkehren wollen.

"Die Arbeitnehmer fordern vom Land Hessen Nachvergütungen, die sie möglicherweise hätten beanspruchen können, wenn sie weiter im Landesdienst beschäftigt gewesen wären", sagte die Direktorin des Gießener Arbeitsgerichts, Manuela George, am Mittwoch.

Die "Gießener Allgemeine Zeitung" (Mittwoch) hatte über die Verfahren berichtet. Auch auf das UKGM kämen demnach Forderungen zu, zum Beispiel wegen nicht gezahlten Weihnachtsgeldes. Das Klinikum wollte sich auf Anfrage nicht zu den Klagen äußern.

Das UKGM war 2006 als erste Uniklinik in Deutschland privatisiert worden. Laut einer Bundesverfassungsgerichtsentscheidung von 2011 durften Mitarbeiter, die automatisch auf die Rhön-Klinikum AG als neuem Betreiber "übertragen" worden waren, in den Landesdienst zurückkehren. Die Entscheidungsfrist dazu lief Ende Dezember ab.

Insgesamt wollen laut Wissenschaftsministerium 367 Mitarbeiter von ihrem Rückkehrrecht Gebrauch machen. Das betreffe 217 Gießener und 150 Marburger Beschäftigte und entspricht damit rund acht Prozent aller Klinikumsmitarbeiter. Die Klinik hat rund 9700 Beschäftigte. (dpa)

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