Krebstherapie: Land verhandelt mit Rhön-Konzern

Wiesbaden. Das Land Hessen verhandelt mit dem privaten Krankenhauskonzern Rhön-Klinikum wegen des Stillstands bei der Partikeltherapie am Uniklinikum in Marburg.

Eigentlich hätte das 100 Millionen Euro teure Zentrum für eine neuartige Strahlenbehandlung von Tumoren mit Jahresbeginn in Betrieb gehen sollen.

Die Gespräche sollten binnen "weniger Tage" zu einem Ergebnis kommen, sagte Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) am Mittwoch im Landtag in Wiesbaden. Details wollte sie nicht nennen. Das Land kann bei einem Scheitern des Leuchtturm-Projekts zwar von Rhön 107 Millionen Euro Schadenersatz verlangen. Es setzt aber eher darauf, doch noch Patienten dort behandeln zu lassen.

Das Scheitern zeichnet sich schon seit 2011 ab. Die Rhön-Klinikum AG als Betreiberin der Uniklinik Gießen-Marburg hält die Behandlung für unwirtschaftlich, weil es nicht genug Patienten gebe.

Im Wissenschaftsausschuss forderten am Mittwoch nicht nur Oppositionsabgeordnete, das Land solle seine Interessen durchsetzen. "Wir halten zum jetzigen Zeitpunkt das Verhalten der Rhön-Klinikum für nicht mehr akzeptabel", sagte auch Rolf Müller von der CDU. "Ich glaube, die Zeit der Geduld ist vorbei." (dpa)

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