Land hat ehrgeizige Ausbauwünsche für Straße und Schiene

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Hannover. Mit einem umfangreichen Ausbau von Autobahnen, Bahnstrecken und Wasserstraßen möchte die Landesregierung die Entwicklung Niedersachsens vorantreiben.

Für die Verkehrsplanung des Bundes von 2015 bis 2030 überreichten Ministerpräsident David McAllister (CDU) und Verkehrsminister Jörg Bode (FDP) die niedersächsischen Wünsche am Dienstag an Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). Es handelt es sich um 241 Aus- und Neubauten von Bundesstraßen und Autobahnen, 18 Schienen- und 7 Wasserstraßenprojekte. "Das ist in der Summe sehr, sehr ehrgeizig", meinte Ramsauer. Im Bundesverkehrswegeplan wird letztlich nur ein Teil der Projekte als vordringlich eingestuft werden.

Vorrang für Niedersachsen habe der Weiterbau der Küstenautobahn A20, der Lückenschluss der A39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg, eine Entlastung der A2 am besten mit dem Bau von acht Spuren von der nordrhein-westfälischen Grenze bis nach Sachsen-Anhalt, sagte McAllister. Ebenfalls als Vision für die Zukunft aufgelistet sei eine neue Autobahntrasse vom Salzgitter-Dreieck in Richtung der A44 nach Paderborn. Geschlossen werden soll auch die Lücke im Verlauf der A33 zwischen Osnabrück und Bielefeld. Zustimmung gab es hier bereits von Ramsauer, der dem Projekt bei relativ geringen Kosten einen großen Nutzen bescheinigte.

Für die bessere Anbindung der norddeutschen Seehäfen sei ein Ausbau der Bahnstrecken zwischen Hamburg, Bremen und Hannover erforderlich, betonten Ramsauer und McAllister. Dabei gingen sie aber vom geplanten Neubau der Y-Bahntrasse in ihrer bisherigen Form vorsichtig auf Distanz. "Wir brauchen eine Lösung, um die Räume Bremen, Bremerhaven, Hamburg und Hannover besser miteinander zu verzahnen", meinte Ramsauer. Die Frage sei aber, inwieweit dafür bestehende Strecken ausgebaut oder neue Trassen gebaut werden müssten. Bis April sei die Deutsche Bahn beauftragt worden, Alternativen und Kosten zu prüfen.

Bislang hatten Niedersachsen und die Bahn auf einen milliardenteuren Neubau gepocht, der lediglich auf Teilstücken bei Bremen und Hamburg bestehende Trassen nutzt. Ministerpräsident David McAllister (CDU) sagte, ob die Y-Trasse oder Alternativen gewählt würden sei eine Frage, die die Verkehrspolitik zu beantworten habe. Weitere Ausbauwünsche des Landes betreffen die "Amerika-Linie" von Bremen nach Uelzen und weiter nach Sachsen-Anhalt, die Strecke von Hannover nach Minden sowie die Strecke von Elze durchs Weserbergland nach Löhne, ein vor Ort umstrittenes Vorhaben. Auch die beiden Bahnstrecken nach Cuxhaven sollen elektrifiziert werden.

Bei den Wasserstraßen pocht Niedersachsen auf Ausbauten der Weser, des Mittellandkanals samt seiner Stichkanäle sowie der Nordstrecke des Dortmund-Ems-Kanals. Am Elbe-Seitenkanal soll das Schiffshebewerk Scharnebeck ausgebaut werden. (dpa)

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