Land soll Tourismus-Projekte gezielt fördern

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Beliebt: Das Urlaubsland Niedersachsen. Unser Archivbild entstand am Nordstrand der Nordseeinsel Norderney.

Wilhelmshaven. Der Tourismusverband Nordsee hat einen eigenen Landesbeauftragten für die Branche gefordert. In Zeiten knapper Kassen müsse das Wirtschaftsministerium in Hannover die politischen Aktivitäten und Vorhaben bündeln.

Das sagte am Mittwoch der Verbandsvorsitzende Sven Ambrosy beim Nordsee-Tourismustag 2012 in Wilhelmshaven. Mit 340.000 sozialversicherungspflichtigen Jobs sei die Branche der größte Wirtschaftszweig des Landes. Damit dies so bleibe, müsse Niedersachsen ein landesweites Gesamtkonzept auflegen und Projekte gezielter fördern, sagte Ambrosy.

Die Branche sei ein Garant für Wachstum und Beschäftigung, sagte Bernd Schmidt vom Wirtschaftsministerium in Hannover: „Sie hat sich als erstaunlich krisenfest trotz der Bankenkrise gezeigt.“ Urlauber suchten vor allem die Natur und eine interessante Landschaft. Es sei daher wichtig, Natur erlebbar zu machen und durch sanften Tourismus zu schützen.

Im zunehmend harten Wettbewerb um Gäste suchen die Marketingstrategen verstärkt nach digitalen Werkzeugen, um die klassische Touristinformation besonders für jüngere Urlauber attraktiv zu machen. Neuester Schrei sind die „Urlaubstester“ auf der Nordseeinsel Juist, für die eine spezielle Anwendung (App) auf Smartphones entwickelt wurde. Im Rahmen eines EU-Pilotprojektes konnten Urlauber Kommentare über Service und Attraktionen in Bild, Video, Text und Ton sammeln.

Bei der Auswertung der Daten ließen sich sogar die Fußwege der Urlauber über die Insel nachverfolgen. Die Software könnte eines Tages den konventionellen Fragebogen ablösen, mit dem Zufriedenheit oder Kritik der Gäste abgefragt werden. (lni)

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