Land zahlt erste Hochwasserhilfen an Bürger und Kommunen

Wiesbaden. Fünf Monate sind seit der großen Flut vergangen. Schäden gab es auch in Hessen. Nun fließt Geld, das vielleicht nicht mehr den Namen Soforthilfe verdient, aber doch sehnlich erwartet wird.

Nach dem schweren Hochwasser im Frühsommer hat das hessische Innenministerium mit der Auszahlung von Hilfsgeldern begonnen. Bürger im besonders betroffenen Werra-Meißner-Kreis erhielten am Dienstag Bescheide über insgesamt 100.000 Euro, wie Innenminister Boris Rhein (CDU) in Wiesbaden mitteilte. Sein Ministerium verwaltet einen Topf von vier Millionen Euro Hilfen für geschädigte Einzelpersonen, Firmen und Kommunen.

Die Jahrhundertflut im Mai und Juni hatte Hessen weniger getroffen als andere Länder, trotzdem richtete das Hochwasser an Fulda, Werra und Rhein auch hier Schäden von mindestens 21 Millionen Euro an. Hart getroffen wurde die Landwirtschaft, vor allem der Spargel- und Erdbeeranbau in Südhessen. „Der Verlust wird mit 12 Millionen Euro beziffert. Allerdings sind noch nicht alle Schäden aufgenommen“, teilte Agrarministerin Lucia Puttrich (CDU) schon im September mit.

Nach aktuellen Angaben sind 266 Anträge von Bauern schon bewilligt worden, 2,7 Millionen Euro wurden an Hilfen gezahlt. Bis Fristende am 31. Oktober gingen aber noch so viele Anträge ein, dass die Summe von sechs Millionen Euro ausgeschöpft werden dürfte.

Das Wasser unterspülte auch Straßen, beschädigte Ufer und Brücken. Schäden an Kreisstraßen werden aus dem Topf des Innenministeriums repariert. Für beschädigte Landesstraßen stehen fünf Millionen Euro zur Verfügung. Nach Angaben des Verkehrsministeriums sind viele Schäden schon behoben worden. Hessen holt sich nun das Geld aus einem insgesamt acht Milliarden Euro schweren Bund-Länder-Topf zurück. (dpa)

Rubriklistenbild: © dpa

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