Schwarz-Grün enthält sich der Stimme

Umstrittene Homosexuellen-Äußerungen: Landtag rügt CDU-Abgeordneten Irmer

Hans-Jürgen Irmer

Wiesbaden. Hessens Landtag hat am Dienstag die umstrittenen Homosexuellen-Äußerungen des CDU-Abgeordneten Hans-Jürgen Irmer missbilligt. Ein Antrag der SPD-Opposition fand eine Mehrheit von 44 Stimmen, da sich 54 Abgeordnete der schwarz-grünen Regierungsfraktionen der Stimme enthielten.

Bereits am Montag hatte Irmer, Vizechef und bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, unter dem Druck der Koalition Äußerungen in einem Zeitungsinterview zurückgenommen und als missverständlich bezeichnet.

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Vor zwei Wochen hatte der rechtskonservative Abgeordnete der "Frankfurter Neuen Presse" gesagt: "Homosexualität ist nicht normal. Wäre sie es, hätte der Herrgott das mit der Fortpflanzung anderes geregelt." In der emotional geführten Debatte betonte Irmer am Dienstag, dass für ihn Homosexualität normal sei und die sexuelle Orientierung eines Menschen für ihn nie eine Rolle gespielt habe.

Grünen-Fraktionschef Mathias Wagner sagte, Irmer müsse jetzt seine Glaubwürdigkeit unter Beweis stellen. "Für uns ist es normal anders zu sein", sagte er zur Homosexualität.

Der SPD-Abgeordnete Günter Rudolph forderte wegen der wiederholten Ausfälle Irmers erneut dessen Rücktritt als bildungspolitischer Sprecher der Union. Linke-Fraktionschefin Janine Wissler sprach von einem "bewussten Fischen (der CDU) am rechten Rand". Auch der FDP-Abgeordnete Jürgen Lenders äußerte den Verdacht, die CDU benutze Irmer als "rechtspopulistisches Aushängeschild". (lhe)

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